

Ballettmeister|in
Die Ballettmeister|innen sind die Lehrer der Tänzer, sie sagen den Tänzerinnen und Tänzern welche Bewegungen sie ausführen sollen und korrigieren sie, wenn sie etwas anders machen sollen.
Ballettsaal
Ballettsäle sind die Räume, in denen getanzt wird, hier trainieren die Tänzer|innen jeden Tag von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr und arbeiten anschließend zusammen mit den Ballettmeistern an den Choreographien.
Beleuchtung
Die Beleuchtung, also das „Licht“, ist ein wichtiger Bestandteil einer Aufführung, denn wenn es kein Licht auf der Bühne gäbe, wäre es dunkel und keiner könnte sehen, was auf der Bühne vor sich geht. Das „Licht“ unterstreicht die Kulissen, den Tanz und die Musik, also die dargestellten Stimmungen und Situationen auf der Bühne, es hebt bestimmte Dinge hervor und lässt andere wiederum in den Hintergrund verschwinden.
Bühne
Die Bühne ist der Mittelpunkt eines jeden Theaters, wer auf einer Bühne etwas aufführt, zieht die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. In einem Theater besteht die Bühne meistens aus verschiedenen Bereichen: Seitenbühne (rechts und links), Vorderbühne, Hinterbühne, Unterbühne und Hauptbühne. Meistens wird nur die Hauptbühne genutzt, also sieht der Zuschauer nur einen relativ kleinen Ausschnitt der gesamten Bühne. Die Hauptbühne befindet sich direkt in der Mitte. Die Seiten- und Hinterbühne wird zur Bereitstellung von Dekorationsteilen benutzt. Die Vorderbühne befindet sich vor dem Bühnenportal.
Bühnenbildner|in
Ein|e Bühnenbildner|in überlegt sich, wie die Kulisse, Dekorationen und Requisiten für ein Stück aussehen sollen. Dabei richtet er/sie sich nach den Ideen der anderen Künstler, das Bühnenbild entsteht gemeinsam mit dem Choreographen oder dem Regisseur.
Bühnenmeister|in
Ein|e Bühnenmeister|in hat das Sagen und die Verantwortung auf der Bühne, diese Person entscheidet, was gerade auf der Bühne passiert.
Bühnenportal
Das Bühnenportal grenzt die Hauptbühne von der Vorderbühne ab, der berühmte „rote Vorhang“ spielt dabei eine wichtige Rolle, auch wenn er manchmal eine andere Farbe hat.
Bühnenprobe
Die Tänzer|innen lernen und üben die Tänze im Ballettsaal, aber damit sie ein Gefühl für die Bühne bekommen, finden vor den Vorstellungen Bühnenproben statt. Bühnenproben sind besonders wichtig, da die Tänzer|innen hierbei mit der Technik und dem Orchester zusammen proben und sich alle aufeinander abstimmen müssen. Außerdem muss auch mit (neuen) Kostümen geprobt werden, denn die Tänzer|innen trainieren gewöhnlich in privater Sportkleidung und die Kostüme verleihen ein ganz anderes Gefühl beim Tanzen. Auch das schnelle Wechseln von Kostümen muss geprobt werden, damit bei der Aufführung jeder Handgriff sitzt.
Bühnentechniker|in
Bühnentechniker|innen bauen auf der Bühne alte Kulissen ab und neue wieder auf, das ist eine ganz schön harte Arbeit, da sie meistens nur wenig Zeit dafür haben. Auch während einer Vorstellung sind sie dafür zuständig, dass die Kulissen schnell und im richtigen Moment gewechselt oder verschoben werden. Dabei stehen sie im Funkkontakt zueinander, damit alles zur rechten Zeit am rechten Ort steht.
Choreograph|in
Ein|e Choreograph|in entwickelt eine bestimmte Vorstellung oder Idee für ein neues Ballett, die er|sie nun kreativ in Tanzschritte umsetzen muss. Diese Person denkt sich die Tanzschritte und Bewegungsabläufe aus und sucht sich die passende Musik dazu aus. Die zusammengesetzten Tanzschritte und Bewegungen nennt man Choreographie.
Corps de ballet
Das Corps de ballet nennt man die Gesamtheit der Gruppentänzer|innen einer Ballettcompagnie. Sie haben im Gegensatz zu den Solisten keine Soloauftritte, sondern sie treten als eine oder mehrere Gruppen auf der Bühne auf.
Dirigent|in
Ein|e Dirigent|in leitet das Orchester und erarbeitet mit den Musikern das Zusammenspiel der Instrumente. Bei einer Vorstellung können bis zu 90 Musiker|innen auf einmal spielen, wenn es dabei keine|n Dirigentin|Dirigenten gäbe, dann gäbe es ein ziemlich großes Durcheinander.
Drehbühne
Eine Drehbühne ist ein drehbarer, kreisförmiger Teil des Bodens. Sie ist vielseitig einsetzbar, sie kann in das Stück und die Handlung miteinbezogen werden oder aber zum schnellen Umbau des Bühnenbildes eingesetzt werden, dafür muss aber ein Teil der Drehbühne abgedeckt sein, damit die Zuschauer die Requisiten dadrauf nicht sehen können.
Bei der Produktion „Alice’s Wonderland“ wurde die Drehbühne z.B. als Zirkusmanege verwendet, die kleine „Alice“ hielt einen Reifen in der Hand, durch den die „Grinsekatze“ hindurch sprang, ohne sich vom Fleck zu bewegen.
Eiserner Vorhang
Der Eiserne Vorhang dient zum Schutz vor Feuer in einem Theater, er ist mit einer riesigen feuerfesten Tür vergleichbar. Wenn hinter der Bühne ein Feuer ausbricht, dann sorgt er dafür, dass das Feuer nicht zu den Zuschauern gelangen kann (und umgekehrt).
Ensemble
Das Ensemble sind alle Tänzer und Tänzerinnen einer Ballettcompagnie, also alle engagierten Gruppen- und Solotänzer|innen.
Feuerwehrsitz
In jedem Theater gibt es hinter der Bühne einen Sitz, der während jeder Vorstellung für einen Feuerwehrmann reserviert ist. Falls mal ein Feuer ausbrechen sollte, kann der Feuerwehrmann sofort helfen.
Foyer
Der Eingang eines Theaters oder die Vorräume der verschiedenen Eingänge zum Zuschauerraum werden Foyers genannt, im Foyer kann man sich vor und nach der Vorstellung, sowie in den Pausen aufhalten und häufig gibt es dort auch etwas zu trinken und zu essen.
Generalprobe
Vor einer großen Aufführung gibt es immer eine letzte große Probe, bei der alle Beteiligten dabei sind. Diese letzte große Probe nennt man Generalprobe. Sie sollte ohne Unterbrechungen stattfinden, denn die Generalprobe läuft wie eine normale Vorstellung ab.
Inspizient|in
Ein|e Inspizient|in sorgt dafür, dass alle Beteiligten einer Aufführung pünktlich zum Auftritt auf der Bühne oder im Orchestergraben sind. Das Licht im Zuschauerraum wird erst auf Anweisung des Inspizienten/der Inspizientin abgedunkelt, es kehrt Ruhe im Publikum ein und die Vorstellung kann beginnen. Während der Aufführung gibt er|sie der Bühnentechnik die Zeichen zum Umbauen der Kulissen oder der Tontechnik den Einsatz für Einspielungen. Außerdem sagt der|die Inspizient|in wann der Vorhang auf- und zugezogen wird und organisiert den Auftritt der Künstler zum Schlussapplaus.
Intendant|in
Der|Die Intendant|in ist so etwas wie Dein|e Schuldirektor|in, diese Person muss sich um viele wichtige Sachen kümmern und trifft entsprechend wichtige Entscheidungen. Er|Sie repräsentiert ein Theater oder ein Ballett. Der Intendant des Staatsballetts Berlin ist der weltbekannte Tänzer Vladimir Malakhov.
Kassenfoyer
Das Kassenfoyer ist der erste Raum, den Du in einem Theater zumeist betreten kannst. Wenn Du durch den Eingang gehst, stehst Du direkt im Kassenfoyer, dass heißt: hier musst Du Dir erst eine Eintrittskarte kaufen, bevor Du weiter gehen darfst.
Komponist|in
Ein|e Komponist|in denkt sich die Musik zu einem neuen Stück aus, ganz bekannt sind zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven oder Peter I. Tschaikowsky.
Kostüme
Ein|e Kostümbilder|in entwirft die Kostüme für die darstellenden Tänzer|innen. Kostüme dienen dazu, die dargestellten Figuren und Situationen auf der Bühne für den Zuschauer zu verdeutlichen. Sie können eine Situation in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort verlagern. Beim Ballett erkennt man zum Beispiel die Prinzen und Prinzessinnen an ihren besonders aufwändigen und schicken Kostümen.
Kronleuchter
In vielen Opernhäusern hängt ein großer und prunkvoller Kronleuchter im Zuschauerraum. Einmal im Jahr wird er zum Putzen herunter gelassen. Ganze acht Stunden sind Mitarbeiter damit beschäftigt, die zahlreichen Lampen und Kristalle zu säubern.
Künstlergarderoben
Die Sologarderoben befinden sich hinter der Bühne, das heißt die Solisten haben nur einen kurzen Weg von ihrer Garderobe bis zur Bühne. Die Gruppentänzer dagegen sind meistens ein paar Stockwerke höher untergebracht oder in Garderoben, die weiter von der Bühne entfernt sind.
In den Garderoben bereiten sich die Tänzer|innen auf ihren Auftritt vor, ihre Kostüme hängen dort für sie bereit und es kommen Ankleider und Maskenbildner, um ihnen beim Ankleiden zu helfen und sie zurecht zu machen. Wenn Blumen oder andere Geschenke für die Tänzer|innen abgegeben werden, werden diese in ihre Garderoben gebracht.
Kulissen
Die Kulissen stellen den Hintergrund von einem Spielort dar. Man kann sie auch direkt in die Handlung des Stücks miteinbeziehen und Dinge oder Tänzer|innen dahinter verschwinden lassen oder gar etwas durchsichtig erscheinen lassen. Kulissen sind also vielseitig einsetzbar.
Ein Beispiel: Stell Dir vor ein Ballett soll in einem Wald spielen, dann wäre es schwierig einen ganzen Wald auf die Bühne zu stellen, also malt man den Wald auf große Holzplatten oder Stoffbahnen und hängt Sie an die Seiten und an das Ende der Bühne. An den Seiten werden die Stoffbahnen hintereinander aufgehangen, so wird verhindert, dass die Zuschauer|innen das Geschehen hinter der Bühne sehen können.
Maskenbildner|in
Ein|e Maskenbildner|in schminkt und frisiert die Darsteller, die später auf der Bühne tanzen. Sie können das Aussehen eines Menschen mit vielfältigen Frisuren und Farben verwandeln. Die Frisuren sind besonders aufwändig, da oft für jede|n Darsteller|in die Perücken eigenhändig geknüpft werden.
Es ist faszinierend, wie sie mit einer angeklebten Nase, einer Perücke und Theaterschminke einen Menschen in ein gruseliges und real wirkendes Monster verwandeln können.
Orchestergraben
Der Orchestergraben befindet sich vor der Vorderbühne und liegt tiefer als die Bühne und die Zuschauerreihen, dadurch erscheint diese Ebene wie ein Graben. Wäre der Orchestergraben nicht so tief, würden die Zuschauer im Parkett Schwierigkeiten bekommen, das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen, da die Musiker ihnen die Sicht auf die Bühne versperren. Ausnahmen gibt es nur dann, wenn es gewollt ist, dass die Musiker gesehen werden, in manchen Opern sind sie z.B. auch verkleidet, dann ist der Orchestergraben halb hoch gefahren, so versperren sie nicht die ganze Sicht auf die Bühne.
Parkett
Die Sitzplätze des Parketts befinden sich direkt vor der Bühne, hier gibt es sowohl Plätze in den ersten Reihen, als auch Plätze weiter hinten. Je näher man vorne an der Bühne sitzt, desto teurer werden auch die Plätze. Dabei hat man von einem Platz weiter hinten nicht unbedingt eine schlechte Sicht auf die Bühne, da die Ebene des Parketts ansteigt (wie auch oft im Kino).
Premiere
Wenn ein Stück das allererste Mal vor Publikum auf der Bühne präsentiert wird, dann nennt man diese Aufführung "Premiere". Das kommt von dem französischen Wort le premier (= der erste). Premiere bedeutet also soviel wie „zum ersten Mal“.
Rang
In einem Theater befinden sich auch Sitze, die in einem Halbkreis am Rand des Zuschauerraumes angebracht sind. Diese Sitzreihen gibt es auf verschiedenen Höhen. Im ersten Stock heißt es dann erster Rang, im zweiten Stock heißt es zweiter Rang usw.
Schnürboden
Weit über der Bühne laufen die Seile zusammen, mit denen die Züge bewegt werden, diese Seile verlaufen über den Schnürboden an die Seite der Bühne, wo sie dann von Mitarbeitern der Bühnentechnik bewegt werden können. An den Zügen hängen Gegenstände, wie z.B. Kulissen, die während der Vorstellung „mitspielen“ oder auch Scheinwerfer und Teile von der Dekoration.
Schwingboden
Tänzer brauchen einen bestimmten Boden, damit sie ihre Gelenke bei den Sprüngen schonen können. Der Schwingboden besteht aus 15 cm dickem Holz, wenn man auf ihm springt, schwingt er ein wenig mit. Auf diesem Schwingboden wird ein gummiartiger Belag verlegt, der Tanzteppich genannt wird. Er sorgt dafür, dass die Tänzer|innen nicht so leicht mit ihren Tanzschuhen ausrutschen.
Solist|in
Ein|e Solist|in hat eine besondere Position in einem Ballettensemble. Er/Sie sticht in der Ausführung des Tanzes hervor und tanzt bei Vorstellungen die größeren Rollen. Dabei muss er/sie oft allein auf der Bühne stehen und sein|ihr Können präsentieren.
Nur Tänzer|innen mit besonderen Fähigkeiten, wie zum Beispiel einer überwältigenden Ausstrahlung oder einer sehr guten Technik werden zum|zur Solisten|Solistin ernannt.
Verfolger
Der "Verfolger" ist ein beweglicher Scheinwerfer, der einen Lichtstrahl erzeugen kann. Dieser Lichtstrahl erscheint auf der Bühne als ein Kreis und wird auch „Spot“ genannt. Der Verfolger kann gezielt von einem Beleuchtungstechniker bedient werden, oft „verfolgt“ er einen einzelnen Tänzer auf der Bühne, deshalb muss dieser Scheinwerfer sehr beweglich sein. Durch den Verfolger werden einzelne Sachen auf der Bühne besonders hervorgehoben.
Versenkung
Auf der Bühne gibt es an bestimmten Stellen so etwas ähnliches wie Fahrstühle im Boden, auf ihnen können Tänzer|innen während einer Vorstellung hoch oder runter gefahren werden. Auf diese Weise können Darsteller auch blitzschnell im Boden verschwinden (siehe Unterbühne).
Vorhang
Der Vorhang einer Bühne ist das Zeichen für den Beginn einer Vorstellung. Wenn er sich öffnet, beginnt eine Vorstellung, wenn er sich schließt, ist eine Vorstellung beendet oder unterbrochen. Am Ende, wenn sich alle Darsteller verbeugen, wird er immer wieder auf und zu gezogen, doch ist er so schwer, dass dies Maschinen machen müssen. Häufig ist dieser Vorhang rot.
Unterbühne
Unter der Bühne werden auch Bühnenbilder und ähnliches gelagert. Wenn Du unter der Bühne stehst, kannst Du die Technik sehen, mit der die Bühnenfahrstühle betrieben werden. Wenn während eines Stückes ein Tänzer auf der Bühne durch so eine Versenkung verschwindet, dann kommt er unter der Bühne an und muss hinter der Bühne wieder nach oben laufen.
Die enorme Kraft, die man benötigt um ganze Bühnenbilder hoch- oder runterfahren zu lassen, wird durch ein technisches Hydrauliksystem aufgebracht.
Zuschauerraum
Im Zuschauerraum sitzen, wie das Wort schon sagt, die Zuschauer, auch Publikum genannt. Je nach Opernhaus kann der Zuschauerraum verschieden viele Zuschauer unterbringen. Das größte Opernhaus Berlins, die Deutsche Oper Berlin, umfasst 1954 Sitzplätze.